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20 Mädchennamen abseits der Top 25: Herkunft und Bedeutung

20 Mädchennamen abseits der österreichischen Top 25 von 2025: Herkunft, Aussprache und Bedeutung – transparent auch bei unsicherer Etymologie.

„Selten“ ist bei Vornamen keine feste Eigenschaft: Ein Name kann österreichweit wenig vergeben werden und in einer Region oder Altersgruppe trotzdem häufig sein. Diese 20 Mädchennamen lagen 2025 nicht unter den 25 häufigsten ersten Vornamen für neugeborene Mädchen in Österreich. Zu jedem Namen findest du eine vorsichtige Einordnung von Herkunft und Bedeutung – einschließlich offener Fragen.

So ist die Liste gemeint

  • Keine Seltenheitsgarantie: Die Auswahl grenzt nur gegenüber Österreichs Top 25 des Jahres 2025 ab.
  • Schreibweisen zählen getrennt: Die Statistik verwendet erste Vornamen in Originalschreibweise, Sonderzeichen werden für die Rangliste normalisiert.
  • Bedeutungen sind nicht immer eindeutig: Namen können mehrere sprachliche Wurzeln besitzen oder eine ungeklärte Etymologie haben.
  • Aussprache ist Teil der Entscheidung: Teste Vor- und Nachnamen laut und kläre, welche Aussprache ihr verwenden möchtet.

Datenstand: 2025, veröffentlicht von Statistik Austria am 9. Juli 2026. Popularität verändert sich. Prüfe den Vornamenatlas von Statistik Austria, wenn du Häufigkeit nach Jahr oder Region genauer vergleichen möchtest.

20 Mädchennamen abseits der österreichischen Top 25

1. Aurelia

Herkunft: altrömisch; weibliche Form von Aurelius. Der Familienname wird üblicherweise mit dem lateinischen aureus, „golden“, verbunden. Aussprache: im Deutschen meist Au-re-li-a.

2. Linnea oder Linnéa

Herkunft: schwedisch. Der Name ist mit der Pflanzengattung Linnaea und dem Botaniker Carl von Linné verbunden; die deutsche Pflanzenbezeichnung lautet Moosglöckchen. Er bedeutet daher nicht schlicht „Waldblume“, hat aber eine klare botanische Geschichte. Aussprache: je nach Sprache etwa Lin-ne-a.

3. Elowen

Herkunft: kornisch. Elowen geht auf das kornische Wort für „Ulme“ zurück. Außerhalb Cornwalls können Aussprache und Schreibweise erklärungsbedürftig sein. Aussprache: häufig E-LO-wen, regional unterschiedlich.

4. Marlies

Herkunft: deutsch und niederländisch. Marlies wird meist als Kurz- oder Verbindungsform von Maria und Elisabeth erklärt. Da bereits die Herkunft von Maria nicht abschließend geklärt ist, lässt sich keine einzelne sichere Gesamtbedeutung ableiten. Aussprache: Mar-lies.

5. Seraphina

Herkunft: weibliche Form des spätlateinischen Seraphinus; der Name verweist auf die biblischen Seraphim. Das zugrunde liegende hebräische Wort wird mit „brennen“ beziehungsweise „feurig“ verbunden. „Name der höchsten Engel“ beschreibt den religiösen Bezug, ist aber keine wörtliche Übersetzung. Aussprache: Se-ra-fi-na.

6. Juna

Herkunft: nicht eindeutig. Juna wird in mehreren Sprachräumen verwendet und kann unterschiedliche Herleitungen haben. Die oft verbreitete keltische Bedeutung „Wunsch“ ist nicht zuverlässig belegt. Wenn dir die Bedeutung wichtig ist, behandle Juna als modernen Namen mit offener Etymologie. Aussprache: im Deutschen meist Ju-na.

7. Liora

Herkunft: hebräisch; weibliche Form von Lior. Der Name wird aus Elementen für „Licht“ und „mein“ gebildet und entsprechend als „mein Licht“ wiedergegeben. Aussprache: Li-o-ra; im Hebräischen kann die Betonung anders liegen.

8. Anouk

Herkunft: französische und niederländische Koseform von Anna. Anna führt über griechische und lateinische Formen zum hebräischen Channah/Hannah, das mit Gunst oder Gnade verbunden wird. Aussprache: im Französischen ungefähr A-nuk.

9. Malin

Herkunft: schwedische Form von Magdalena. Magdalena bezeichnet ursprünglich eine Frau aus Magdala; es handelt sich damit eher um eine Herkunftsbezeichnung als um die Übersetzung einer Charaktereigenschaft. Aussprache: schwedisch ungefähr MA-lin, im Deutschen oft Ma-LIN.

10. Elara

Herkunft: griechische Mythologie. Elara ist dort eine Geliebte des Zeus und Mutter des Tityos; außerdem trägt ein Jupitermond ihren Namen. Die sprachliche Ableitung ist unsicher und wird nur möglicherweise mit Wörtern rund um Hasel oder Speerschaft verbunden. Aussprache: E-la-ra.

11. Freya

Herkunft: nordische Mythologie; moderne Schreibform von Freyja. Der altnordische Name bedeutet „Herrin“ oder „Dame“ und gehört zur Göttin Freyja. Ihre mythologischen Zuständigkeiten sind breiter als die oft verkürzte Bezeichnung „Liebesgöttin“. Aussprache: meist Frei-a.

12. Yara

Herkunft: mehrdeutig. Yara kommt in verschiedenen Sprach- und Kulturkontexten vor. Pauschale Übersetzungen wie „die Mutige“ oder „Wasserlady“ vermischen häufig unabhängige Herleitungen und moderne Erzählungen. Wähle den Namen nicht wegen einer einzigen angeblich sicheren Bedeutung. Aussprache: Ja-ra oder Ya-ra, je nach Bezug.

13. Cassia

Herkunft: altrömisch; weibliche Form von Cassius. Der Vorname kann außerdem an die Pflanzengattung Cassia erinnern. Die Aussage „Cassia bedeutet Zimt“ verwechselt jedoch leicht den römischen Namen mit Pflanzenbezeichnungen oder dem hebräischen Namen Keziah. Aussprache: Kas-si-a oder englisch Kä-scha, je nach Tradition.

14. Imara

Herkunft: wird mit dem Swahili-Wort imara für fest, stabil oder standhaft verbunden. Prüfe bei Namen aus einer Sprache, die du nicht selbst sprichst, Aussprache und Gebrauch möglichst mit verlässlichen Sprachkundigen statt nur über Namenslisten. Aussprache: I-ma-ra.

15. Viola

Herkunft: lateinisch und italienisch. Viola bezeichnet das Veilchen; zugleich ist Viola im Italienischen der Name des Streichinstruments Bratsche. Der Vorname ist unter anderem aus Shakespeares Komödie „Was ihr wollt“ bekannt. Aussprache: im Deutschen Vi-o-la.

16. Thea

Herkunft: Kurzform mehrerer Namen, darunter Dorothea und Theodora, teils auch Theresia. Deshalb ist „die Göttin“ keine allgemein gültige Bedeutung von Thea. Bei Dorothea und Theodora stehen griechische Elemente für „Gott“ und „Geschenk“ in unterschiedlicher Reihenfolge. Aussprache: im Deutschen Te-a.

17. Elin

Herkunft: skandinavische und walisische Form von Helen beziehungsweise Helena. Die ältere Etymologie von Helena ist nicht sicher; „die Strahlende“ ist eine verbreitete, aber nicht zweifelsfrei belegte Deutung. Aussprache: E-lin oder mit anderer Betonung je nach Sprache.

18. Mira

Herkunft: mehrere unabhängige Herleitungen. In slawischen Namen kann Mira eine Kurzform zu Elementen mit mir für „Frieden“ oder „Welt“ sein; in anderen Sprachen bestehen andere Ursprünge. „Die Wunderbare“ ist daher höchstens eine mögliche lateinische Assoziation, keine universelle Übersetzung. Aussprache: Mi-ra.

19. Alva

Herkunft: in Skandinavien als weiblicher Vorname gebräuchlich; daneben existieren weitere Namen und Familiennamen gleicher Schreibweise. Verbindungen zu altnordischen Namenselementen und „Elf“ werden genannt, sind aber nicht für jede Verwendung identisch. Aussprache: Al-va.

20. Livia

Herkunft: altrömischer Name aus der Familie der Livier; bekannt ist etwa Livia Drusilla. Die ursprüngliche Bedeutung des römischen Familiennamens ist ungeklärt. In moderner englischer Verwendung kann Livia zusätzlich als Kurzform von Olivia auftreten. „Die Blaue“ oder „die Eifersüchtige“ sollte nicht als sichere Bedeutung präsentiert werden. Aussprache: Li-vi-a.

Warum „nicht Top 25“ nicht automatisch selten heißt

Statistik Austria erfasst die jeweils ersten Vornamen von Neugeborenen, deren Mütter zum Zeitpunkt der Geburt ihren Hauptwohnsitz in Österreich haben. Für 2025 waren Emma, Emilia und Marie die drei häufigsten Mädchennamen. Leonie lag auf Rang 13 und wurde deshalb aus der alten Liste dieses Beitrags entfernt.

Ein Name außerhalb der Top 25 kann trotzdem hunderte oder dutzende Male vergeben worden sein. Umgekehrt veröffentlicht der Vornamenatlas bei sehr kleinen Fallzahlen aus Datenschutzgründen nur eingeschränkte regionale Angaben. Auch verschiedene Schreibweisen können die wahrgenommene Häufigkeit verändern.

So prüfst du einen Namen im Alltag

  1. Sprich Vor- und Nachnamen in normaler Lautstärke und als Ruf über Entfernung aus.
  2. Teste die bevorzugte Aussprache bei zwei Menschen, ohne sie vorher zu erklären.
  3. Notiere mögliche Schreibvarianten und entscheide, wie wichtig dir eindeutiges Buchstabieren ist.
  4. Prüfe Initialen, ungewollte Wortspiele und die Kombination mit Geschwisternamen.
  5. Sieh die Bedeutung in mindestens zwei etymologischen Quellen nach und achte auf Formulierungen wie „möglicherweise“.
  6. Prüfe im österreichischen Vornamenatlas die Entwicklung über mehrere Jahre.

Ein Name muss keine positive Charaktereigenschaft versprechen. Herkunft, Familienbezug, Klang oder einfach persönliche Freude können ebenso gute Gründe sein.

Quellen und Datenbasis

Namensetymologien sind kein naturwissenschaftliches Messdatum. Wo Fachquellen mehrere Ursprünge nennen oder keine gesicherte Ableitung kennen, ist diese Unsicherheit Teil einer seriösen Beschreibung.