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Baby Erstausstattung: Die ehrliche Liste, die du wirklich brauchst

Du stehst im Babyladen, das Handy zeigt dir die zehnte Checkliste an und dein Partner fragt zum dritten Mal: „Brauchen wir das wirklich?“ Willkommen im Erstausstattungs-Wahnsinn. Die gute Nachricht: Babys brauchen weniger als die Industrie dir weismachen will. Die noch bessere: Mit der richtigen Baby Erstausstattung Liste kaufst du gezielt ein, gibst weniger aus und hast trotzdem alles parat, wenn dein Kind auf der Welt ist.

Dieser Artikel ist keine dieser Listen, die 47 verschiedene Wickeltaschen-Modelle aufzählt. Hier bekommst du eine ehrliche Übersicht dessen, was in den ersten Wochen wirklich zum Einsatz kommt – sortiert nach Dringlichkeit, nicht nach Marketingbudget.

Was gehört zur Baby Erstausstattung – und was kann warten?

Die klassische Baby Erstausstattung Liste umfasst alles, was du in den ersten Lebenswochen deines Kindes brauchst. Nicht was nett wäre. Nicht was Instagram-würdig ist. Sondern was funktional notwendig ist, damit du dein Baby wickeln, anziehen, transportieren und schlafen lassen kannst.

Der größte Fehler beim Zusammenstellen der Erstausstattung: Du kaufst für ein imaginäres Baby. Eins, das perfekt in Größe 56 passt, das gerne im Beistellbett schläft und das Schnuller akzeptiert. Die Realität sieht oft anders aus. Manche Babys kommen mit 3.200 Gramm, andere mit 4.200. Manche schlafen nur auf Mama, andere im eigenen Bett. Deshalb gilt: Basics vor der Geburt, Spezielles nach Bedarf.

Kleidung: Weniger ist definitiv mehr

Für die ersten Wochen brauchst du:

  • 6 Bodys in Größe 56 (Wickelbodys sind praktischer als welche zum Überziehen)
  • 6 Strampler oder Schlafanzüge in Größe 56
  • 2-3 Jäckchen oder dünne Pullis
  • 2 Mützen (eine dünne, eine dickere)
  • 2-3 Paar Söckchen
  • 1 Schneeanzug oder Wollanzug (je nach Jahreszeit)
  • 2 Schlafsäcke in passender TOG-Zahl

Kaufe nicht mehr als zwei Pakete pro Größe. Babys wachsen unterschiedlich schnell, und nichts ist frustrierender als zehn ungetragene Teile in Größe 50, weil dein Kind direkt in 62 gestartet ist. Viele Hebammen schwören auf Wolle-Seide-Bodys für die Temperaturregulation – die sind zwar teurer, aber du brauchst weniger davon, weil sie seltener gewaschen werden müssen.

Wickeln: Die Grundausstattung

Hier wird es konkret, denn Wickeln ist das, was du in den ersten Monaten am häufigsten machst. Rechne mit 6-8 Windeln pro Tag, anfangs sogar mehr.

  • 1 Wickelauflage oder Wickeltischaufsatz
  • 2-3 waschbare Wickelunterlagen (Molton)
  • Windeln in Größe 1 oder 2 (erst mal nur eine Packung, dann nachkaufen)
  • Feuchttücher oder Waschlappen (10-15 Stück)
  • 1 Windeleimer (optional, ein normaler Mülleimer mit Deckel tut es auch)
  • Wundschutzcreme
  • 1 Badethermometer
  • 2 Kapuzenhandtücher
  • 1 Babybadewanne oder Badeeimer

Viele Eltern kaufen Feuchttücher in Massen und stellen dann fest, dass ihr Baby empfindlich reagiert. Waschbare Waschlappen mit warmem Wasser sind hautschonender und auf Dauer günstiger. Du wirst sie ohnehin waschen müssen – genau wie die Bodies, die beim Wickeln vollgekackt werden.

Die ungeschminkte Wahrheit: Die meisten Wickeltische werden nach sechs Monaten zum Ablageort für Wäsche. Wenn du wenig Platz hast, reicht eine Wickelauflage auf der Waschmaschine oder Kommode völlig aus. Hauptsache, du musst dich nicht bücken – dein Rücken wird es dir danken.

Schlafen: Wo und wie dein Baby die ersten Monate schläft

Das Thema Babyschlaf füllt ganze Bücher, aber für die Erstausstattung geht es erst mal nur um die Hardware. Empfohlen wird, dass Babys im ersten Jahr im Elternschlafzimmer schlafen – das reduziert das SIDS-Risiko und macht nächtliches Stillen einfacher.

Schlafplatz-Optionen

Du hast mehrere Möglichkeiten:

  • Beistellbett: Wird ans Elternbett geschraubt, du kannst nachts ran ohne aufzustehen. Praktisch für stillende Mütter. Wird etwa bis zum 6. Monat genutzt.
  • Stubenwagen oder Wiege: Mobil, gemütlich, aber nur für die ersten Monate. Danach brauchst du trotzdem ein Gitterbett.
  • Gitterbett von Anfang an: Kostet einmalig, wächst mit (viele Modelle bis zum Kleinkindalter nutzbar). Steht aber im Schlafzimmer im Weg.

Egal wofür du dich entscheidest: Die Matratze muss fest sein, atmungsaktiv und schadstofffrei. Kein Kissen, keine Decke, kein Nestchen – nur Baby im Schlafsack auf fester Unterlage. Das sind die aktuellen Empfehlungen zur Vermeidung des plötzlichen Kindstods.

Wer ein Beistellbett sucht, das auch später noch als kleines Gitterbett nutzbar ist, ist mit dem Modell von Roba gut beraten – es lässt sich umbauen und wächst mit, ohne dass du nach drei Monaten neu kaufen musst.

Schlafsäcke statt Decken

Schlafsäcke sind sicherer als Decken, weil sie nicht über den Kopf rutschen können. Du brauchst mindestens zwei (einen zum Wechseln, wenn einer in der Wäsche ist). Die TOG-Zahl gibt an, wie warm der Schlafsack ist:

  • 0,5 TOG: Sommer, über 24°C Raumtemperatur
  • 1,0 TOG: Übergang, 20-24°C
  • 2,5 TOG: Winter, 16-20°C

Die meisten Wohnungen haben nachts um die 18-20°C, da passt ein 2,5 TOG Schlafsack mit Body und Schlafanzug drunter. Im Sommer reicht oft Body plus dünner Schlafsack.

Unterwegs: Kinderwagen, Tragehilfe und Autositz

Hier wird es teuer, denn Mobilität ist nicht verhandelbar. Du wirst mit deinem Baby rausgehen müssen – zum Kinderarzt, einkaufen, spazieren für deine mentale Gesundheit.

Der Kinderwagen: Erstausstattung auf Rädern

Ein Kinderwagen ist eine Investition zwischen 300 und 1.500 Euro. Du brauchst ihn ab Tag eins, also gehört er definitiv zur Baby Erstausstattung Liste. Worauf es ankommt:

  • Liegewanne oder Sportsitz-Umbau: Neugeborene müssen flach liegen. Viele Kombi-Kinderwagen haben eine Wanne für die ersten Monate und werden später zum Buggy umgebaut.
  • Federung: Wenn du viel auf Kopfsteinpflaster oder Feldwegen unterwegs bist, brauchst du gute Federung. Für glatte Bürgersteige reicht weniger.
  • Kofferraumgröße: Miss nach. Wirklich. Nichts ist peinlicher als ein Kinderwagen, der nicht ins Auto passt.
  • Wendemanöver: Kannst du den Wagen mit einer Hand lenken und wenden? Das wirst du müssen, wenn du gleichzeitig eine Einkaufstasche trägst.

Gebraucht kaufen ist bei Kinderwagen absolut okay, solange Gestell und Räder intakt sind. Die Bezüge kannst du waschen. Viele Modelle werden nach einem Jahr verkauft, weil Eltern auf ein kompakteres Modell umsteigen – da kannst du Schnäppchen machen.

Tragehilfe: Nähe und freie Hände

Manche Babys wollen nicht im Kinderwagen liegen. Andere schlafen nur beim Getragenwerden ein. Eine Tragehilfe oder ein Tragetuch gehört deshalb zur Grundausstattung, auch wenn du denkst, du wirst es nicht brauchen.

  • Tragetuch: Flexibel, wächst mit, braucht Übung beim Binden. Ideal ab Geburt.
  • Babytrage ab Geburt: Einfacher anzulegen, weniger flexibel. Achte auf Steg-Breite und Anhock-Spreiz-Haltung.
  • Mei Tai oder Half Buckle: Mischform aus Tuch und Trage, guter Kompromiss.

Viele Hebammen bieten Trageberatung an – das lohnt sich, denn eine falsch eingestellte Trage schadet dem Rücken (deinem und dem des Babys). Die meisten Tragehilfen können ab 3,5 kg Körpergewicht genutzt werden, manche mit Neugeboreneneinsatz auch früher.

Babyschale fürs Auto: Nicht verhandelbar

Ohne Babyschale kommst du nicht aus dem Krankenhaus nach Hause – jedenfalls nicht legal. Die Babyschale der Gruppe 0+ (bis 13 kg) ist Pflicht, wenn du ein Auto hast.

Kaufe sie neu. Gebrauchte Schalen können Unfallschäden haben, die du nicht siehst. Außerdem ändern sich Sicherheitsstandards. Aktuelle Modelle nach i-Size-Norm (R129) sind rückwärtsgerichtet und bieten besseren Schutz bei Frontalaufprall.

Die Schale muss zu deinem Auto passen. Nicht jedes Modell passt auf jeden Rücksitz. Lass dich im Fachhandel beraten oder nutze Einbau-Videos der Hersteller. Eine falsch eingebaute Babyschale ist gefährlich, egal wie teuer sie war.

Stillen und Fläschchen: Je nachdem, wie du fütterst

Ob du stillst oder Flasche gibst, weißt du vorher nicht mit Sicherheit. Deshalb gehört zur Baby Erstausstattung Liste eine Grundausstattung für beides – du kannst nachkaufen, wenn klar ist, was ihr braucht.

Wenn du stillen möchtest

  • 2-3 Still-BHs (lass dich kurz vor Geburt ausmessen, deine Größe ändert sich noch)
  • Stilleinlagen (waschbar oder Einweg)
  • Brustwarzensalbe (Lanolin)
  • 1 Stillkissen (auch als Lagerungskissen fürs Baby nutzbar)

Milchpumpe, Stillhütchen und andere Spezialausrüstung kannst du kaufen, wenn du sie brauchst. Viele Frauen kommen komplett ohne aus. Eine Milchpumpe kannst du dir übrigens auch von deiner Hebamme oder Frauenärztin verschreiben lassen, wenn es medizinisch notwendig ist.

Wenn du Flasche gibst

  • 6-8 Fläschchen (Anti-Kolik-Flaschen können helfen, müssen aber nicht)
  • Sauger in Größe 1
  • Flaschenbürste
  • Sterilisator oder großer Topf zum Auskochen
  • Pre-Nahrung (kleine Packung zum Testen)

Welche Flasche dein Baby akzeptiert, ist Glückssache. Kaufe nicht gleich ein Komplettset einer Marke, sondern teste erst mal zwei verschiedene Modelle. Manche Babys trinken aus allem, andere sind wählerisch.

Die ungeschminkte Wahrheit: Die teuerste Flasche ist nicht automatisch die beste. Viele Babys trinken problemlos aus 2-Euro-Flaschen vom Drogeriemarkt. Investiere das gesparte Geld lieber in hochwertige Pre-Nahrung – da macht Qualität einen Unterschied.

Pflege und Gesundheit: Was ins Badezimmer gehört

Babys brauchen keine 15 verschiedenen Pflegeprodukte. Ihre Haut ist empfindlich und kommt mit klarem Wasser am besten klar. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die zur Grundausstattung gehören.

Körperpflege

  • Babybadewanne oder Badeeimer
  • 2 Kapuzenhandtücher
  • 1 mildes Babyshampoo/Waschgel (wirst du selten brauchen)
  • Pflegeöl oder Lotion (nur bei trockener Haut nötig)
  • Wundschutzcreme für den Windelbereich
  • Baby-Nagelschere oder -feile
  • weiche Haarbürste

Baden musst du dein Baby nicht täglich – 1-2 Mal pro Woche reicht völlig. Dazwischen werden nur Po und Hautfalten mit warmem Wasser gereinigt. Zu viel Baden trocknet die Haut aus.

Hausapotheke fürs Baby

Bevor du in Panik verfällst, wenn dein Baby zum ersten Mal Fieber hat, leg dir eine kleine Baby-Hausapotheke an:

  • Digitales Fieberthermometer
  • Kochsalzlösung-Nasentropfen
  • Wund- und Heilsalbe
  • Fieberzäpfchen (nach Rücksprache mit Kinderarzt/Hebamme)
  • Kirschkernkissen (bei Bauchweh)
  • Einmalhandschuhe
  • Pinzette

Medikamente gibst du nur nach ärztlicher Anweisung. Aber die Grundausstattung sollte da sein, damit du nachts um drei nicht in die Notaufnahme musst, weil du kein Fieberthermometer hast.

Möbel und Einrichtung: Was du wirklich brauchst

Ein komplett eingerichtetes Kinderzimmer ist schön anzusehen, aber kein Neugeborenes braucht es. In den ersten Monaten spielt sich alles dort ab, wo du bist – im Wohnzimmer, Schlafzimmer, in der Küche.

Wickelplatz

Du brauchst eine Fläche in angenehmer Höhe, auf der du dein Baby wickeln kannst, ohne dir den Rücken zu ruinieren. Das kann sein:

  • Wickelkommode mit Aufsatz
  • IKEA-Hemnes-Kommode mit Wickelaufsatz (Klassiker unter Eltern)
  • Wickelauflage auf Waschmaschine oder normaler Kommode

Wichtig ist: Alles Nötige in Griffweite (Windeln, Feuchttücher, frische Klamotten), gutes Licht und eine abwaschbare Unterlage. Mehr braucht es nicht.

Kleiderschrank und Aufbewahrung

Babyklamotten sind klein, aber zahlreich. Du brauchst Stauraum für Kleidung, Windeln, Pflegeprodukte und all den Kram, der sich ansammelt. Ein normaler Kleiderschrank reicht völlig – spezielle Babymöbel sind nicht nötig.

Praktisch sind Stoffboxen oder Körbe für Socken, Mützen und Lätzchen. So findest du auch nachts im Halbschlaf das Richtige.

Stillsessel oder Sessel mit Armlehnen

Du wirst Stunden damit verbringen, dein Baby zu füttern – egal ob Brust oder Flasche. Ein bequemer Sessel mit Armlehnen ist Gold wert. Er muss nicht „Stillsessel“ heißen, er muss nur bequem sein und deine Arme stützen.

Nice to have: Was die Liste verlängert, aber nicht zwingend ist

Es gibt Dinge, die das Leben leichter machen können, aber nicht zur absoluten Grundausstattung gehören. Du kannst sie nach der Geburt kaufen, wenn du merkst, dass du sie brauchst.

  • Babywippe: Praktisch, wenn du duschen oder kochen willst und das Baby nicht ablegen mag. Aber viele Babys mögen sie nicht.
  • Spielbogen: Ab etwa 6 Wochen interessant, vorher liegt dein Baby eh nur rum.
  • Pucksack: Manche Babys lieben ihn, andere hassen ihn. Erst mal abwarten.
  • Schnuller: Ob dein Baby einen nimmt, weißt du erst, wenn du es probierst. Kauf höchstens zwei verschiedene Modelle zum Testen.
  • Babyphone: In einer 60-Quadratmeter-Wohnung überflüssig. In einem Haus mit mehreren Etagen sinnvoll.
  • Wickeltasche: Ein normaler Rucksack mit ein paar Fächern tut es auch.

Checkliste: Die Baby Erstausstattung Liste zum Abhaken

Damit du den Überblick behältst, hier noch mal alles kompakt zum Ausdrucken oder Speichern:

KategorieWas du brauchstMenge
KleidungWickelbodys, Strampler, Jäckchen, Mützen, Socken, SchlafsäckeJe 6 Bodys/Strampler, 2 Schlafsäcke
WickelnWickelauflage, Windeln, Feuchttücher/Waschlappen, Wundcreme1 Auflage, 1 Packung Windeln
SchlafenBeistellbett/Stubenwagen/Gitterbett, Matratze, Schlafsäcke1 Schlafplatz, 2 Schlafsäcke
UnterwegsKinderwagen, Babyschale, TragehilfeJe 1
FütternStill-BHs, Stilleinlagen, Stillkissen ODER Fläschchen, Sauger, SterilisatorJe nach Bedarf
PflegeBadewanne, Handtücher, Nagelschere, FieberthermometerSiehe Liste oben
MöbelWickelplatz, Aufbewahrung, bequemer SesselJe 1

Gebraucht kaufen: Wo es sich lohnt und wo nicht

Nicht alles muss neu sein. Gerade bei Kleidung, die nur wenige Wochen getragen wird, ist Gebraucht-Kaufen ökologisch und finanziell sinnvoll. Wo du bedenkenlos zugreifen kannst:

  • Kleidung (gewaschen bei 60°C)
  • Kinderwagen (wenn Gestell intakt, Bezüge waschbar)
  • Möbel (solange stabil und schadstofffrei)
  • Spielzeug (wenn keine Kleinteile fehlen)
  • Tragetücher und Tragehilfen (nach gründlicher Reinigung)

Was du immer neu kaufen solltest:

  • Babyschale fürs Auto (Unfallschäden nicht sichtbar)
  • Matratzen (Hygiene, Milbenbelastung)
  • Schnuller und Flaschensauger (Hygiene)

Flohmärkte, Kleinanzeigen und Baby-Basars sind Goldgruben. Viele Eltern verkaufen kaum getragene Sachen, weil das Baby schneller gewachsen ist als erwartet. Ein komplettes Erstausstattungs-Paket aus zweiter Hand kann dich 200-300 Euro kosten statt 1.000.

Budget-Planung: Was kostet die Baby Erstausstattung?

Je nachdem, ob du neu kaufst, gebraucht oder eine Mischung aus beidem, variieren die Kosten erheblich. Hier eine realistische Einschätzung:

  • Kleidung: 150-300 Euro (neu), 50-100 Euro (gebraucht)
  • Wickeln: 100-150 Euro
  • Schlafen: 200-600 Euro (je nach Bett-Typ)
  • Unterwegs: 500-1.500 Euro (Kinderwagen + Babyschale + Trage)
  • Füttern: 100-200 Euro
  • Pflege: 50-100 Euro
  • Möbel: 200-500 Euro

Insgesamt solltest du mit 1.300 bis 3.500 Euro rechnen – je nachdem, wie hochwertig und wie neu du kaufst. Das klingt viel, aber du kannst die Anschaffungen über mehrere Monate verteilen und gezielt nach Angeboten suchen.

Viele Krankenkassen bezuschussen Erstausstattung, wenn du bestimmte Voraussetzungen erfüllst. Auch das Jobcenter übernimmt bei Bedürftigkeit einen Teil der Kosten. Informiere dich frühzeitig, welche Unterstützung dir zusteht.

Wann kaufen? Der richtige Zeitpunkt für die Erstausstattung

Die meisten Schwangeren beginnen ab der 20. Woche mit den ersten Käufen. Das ist früh genug, um nicht in Stress zu geraten, und spät genug, um zu wissen, dass die Schwangerschaft stabil verläuft.

Spätestens vier Wochen vor dem errechneten Termin sollte alles da sein – Babys halten sich nicht immer an Fahrpläne. Das Bett sollte aufgebaut sein, die Kleidung gewaschen (entfernt Schadstoffe und macht sie weicher), die Babyschale probeweise eingebaut.

Manche Dinge wie Wickelkommode oder Kinderwagen kannst du früh kaufen. Bei Kleidung lohnt es sich, bis zum letzten Ultraschall zu warten – dann weißt du ungefähr, wie groß dein Baby wird und kannst die Größe besser einschätzen.

Was du wirklich nicht brauchst (auch wenn alle es kaufen)

Die Baby-Industrie lebt davon, dir Dinge zu verkaufen, die nach drei Wochen in der Ecke liegen. Hier eine Liste von Dingen, die du getrost weglassen kannst:

  • Windeleimer mit Spezial-Kassetten: Ein normaler Mülleimer mit Deckel und täglicher Leerung reicht.
  • Flaschenwärmer: Warmes Wasser aus dem Hahn oder Wasserbad tun es auch.
  • Sterilisator: Auskochen im Topf funktioniert genauso gut.
  • Baby-Badethermometer in Tierform: Dein Ellenbogen ist ein guter Temperaturmesser, ein normales Thermometer tut es auch.
  • Zehn verschiedene Schnuller-Modelle: Dein Baby nimmt entweder Schnuller oder nicht. Die Marke ist egal.
  • Schuhe für Neugeborene: Babys brauchen keine Schuhe, solange sie nicht laufen. Socken reichen.
  • Nestchen fürs Bett: Sehen süß aus, erhöhen aber das Erstickungsrisiko. Lass es weg.

Die wichtigsten Marken und wo du sie günstig bekommst

Du musst nicht alles von Premium-Marken kaufen, aber bei manchen Produkten lohnt sich Qualität. Hier ein paar Orientierungspunkte:

Kleidung: Eigenmarken von dm, Rossmann oder H&M sind völlig okay. Wenn du Wert auf Nachhaltigkeit legst, schau bei Hessnatur, Frugi oder gebraucht bei Mamalicious.

Windeln: Eigenmarken von Rossmann (Babydream) oder dm (Babylove) schneiden in Tests oft besser ab als teure Marken.

Kinderwagen: Mittelklasse-Modelle von ABC Design, Hauck oder Joie bieten gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Bugaboo und Stokke sind schön, aber kein Muss.

Babyschale: Cybex, Maxi-Cosi und Britax Römer sind etablierte Marken mit guten Testergebnissen. Achte auf i-Size-Norm.

Tragehilfe: Ergobaby, Manduca und Kokadi sind beliebt. Tragetücher von Didymos oder Hoppediz halten ewig und können für mehrere Kinder genutzt werden.

Outlet-Stores, Black-Friday-Angebote und Vorgängermodelle sind deine Freunde. Ein Kinderwagen-Modell von 2022 ist nicht schlechter als das von 2024 – aber 200 Euro günstiger.

Erstausstattung nach Jahreszeit: Sommer- vs. Winterbaby

Je nachdem, wann dein Baby geboren wird, brauchst du unterschiedliche Kleidung und Ausstattung.

Sommerbaby (Juni-August)

  • Dünne Bodys (kurzarm)
  • Leichte Strampler
  • Sonnenhut mit Nackenschutz
  • Dünne Schlafsäcke (0,5-1,0 TOG)
  • Sonnenschutz für Kinderwagen
  • Keine dicken Jacken nötig

Winterbaby (Dezember-Februar)

  • Langarm-Bodys
  • Warme Strampler
  • Wollmützen
  • Warme Schlafsäcke (2,5 TOG)
  • Schneeanzug oder Wollanzug
  • Fußsack für Kinderwagen
  • Handschuhe (Fäustlinge)

Übergangsbaby (Frühling/Herbst)

Hier brauchst du die größte Flexibilität, weil das Wetter wechselt. Zwiebelprinzip ist dein Freund: Mehrere dünne Schichten, die du je nach Temperatur an- und ausziehen kannst.

So stellst du deine Baby Erstausstattung Liste zusammen

Jetzt hast du alle Infos – Zeit, deine eigene Liste zu erstellen. So gehst du vor:

Schritt 1: Überlege, was du bereits hast. Vielleicht schenken Verwandte etwas, vielleicht hast du Dinge von Freunden geliehen bekommen. Schreib auf, was schon da ist.

Schritt 2: Sortiere nach Dringlichkeit. Was brauchst du ab Tag 1? Was kann in den ersten Wochen nachgekauft werden?

Schritt 3: Setze Prioritäten nach Budget. Wenn das Geld knapp ist: Qualität bei Babyschale und Matratze, sparen bei Kleidung und Deko.

Schritt 4: Verteile die Käufe über mehrere Monate. Nutze Rabattaktionen, Outlets und Gebrauchtmärkte.

Schritt 5: Lass Raum für Spontankäufe nach der Geburt. Du wirst merken, was dein Baby mag und braucht – dann kannst du gezielt nachkaufen.

Eine durchdachte Baby Erstausstattung Liste spart dir nicht nur Geld, sondern auch Nerven. Du läufst nicht drei Tage nach der Geburt panisch durch den Babyladen, weil du vergessen hast, Windeln zu kaufen. Du hast alles da, kannst dich aufs Wesentliche konzentrieren – dein Baby kennenlernen.

Wenn du jetzt noch unsicher bist, welches Bettchen oder welcher Kinderwagen zu euch passt: Das ist normal. Lies Testberichte, frag andere Eltern, probiere im Laden aus. Aber lass dich nicht verrückt machen. Dein Baby braucht am Ende nur drei Dinge wirklich: Nahrung, Wärme und dich. Alles andere ist Ausstattung, die das Leben leichter macht – aber kein Baby ist je unglücklich geworden, weil der Kinderwagen nicht das neueste Modell war.

Wer eine durchdachte Erstausstattung sucht, ohne jedes Teil einzeln zusammensuchen zu müssen, findet bei verschiedenen Anbietern auch Komplett-Sets – die enthalten die wichtigsten Basics und sind oft günstiger als Einzelkäufe. Achte aber darauf, dass wirklich nur drin ist, was du brauchst, und nicht drei Schnuller-Varianten, die dann doch ungenutzt bleiben.

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